154 bezahlbare Wohnungen auf dem Leuchtenberg-Areal

154 bezahlbare Wohnungen in sechs modernen Mehrfamilienhäusern mit autofreiem Innenhof

Die Neugestaltung des südlichen Eingangs-Tores zur Innenstadt nimmt am Alexianerplatz deutlich Gestalt an. Auf der einen Seite wurde das frühere Krankenhaus zum Gesundheitszentrum AP1 umgestaltet und modernisiert. Und dort, wo noch vor drei Jahren die Sauerkrautfabrik Leuchtenberg stand, erhebt sich jetzt ein moderner Gebäudekomplex. „Aufgrund der besonderen städtebaulichen Situation hatten wir für dieses Areal 2017 einen Architekten-Wettbewerb gemeinsam mit der Stadt Neuss ausgelobt“, sagt der Vorstandsvorsitzender der Neusser Bauverein AG, Frank Lubig.

Acht Büros hatten sich daran beteiligt. Umgesetzt wird der Entwurf vom Düsseldorfer Architekturbüro Konrath und Wennemar. „Ziel des Wettbewerbs war es auch, dass sich das neue Quartier in die Nachbarschaft, insbesondere mit dem Kloster Immaculata und dessen Klostergarten, sensibel einfügt“, sagt Frank Lubig. Das Sieger-Konzept sieht drei trapezähnliche Mehrfamilienhäuser zum Augustinusplatz hin vor, die mit drei weiteren Gebäuden einen lichtdurchfluteten, autofreien Innenhof mit hoher Aufenthaltsqualität bilden. Insgesamt entstehen in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt 154 bezahlbare Mietwohnungen mit einer Tiefgarage.

Übersicht über den Wohnungsmix

Zimmer Anzahl von bis
2 105 WE 45 qm 71 qm
3 29 WE 70 qm 94 qm
4 14 WE 90 qm 110 qm
5 4 WE 104 qm
6 2 WE 119 qm
Gewerbe 1 E
Gesamt: 155    

Zwei Drittel Zwei-Zimmerwohnungen

Der Abriss der Sauerkrautfabrik war 2018 erfolgt. Nach den vorbereitenden Baumaßnahmen im Frühjahr 2019, konnte im Herbst 2019 mit dem Rohbau begonnen werden. Dieser wurde – innerhalb eines Jahres – im vergangenen Herbst 2020 fertiggestellt. Derzeit arbeiten die Handwerker an dem Innenausbau. Bis Anfang 2022 sollen die sechs Mehrfamilienhäuser bezugsfertig sein.

„Ziel des Architekturwettbewerbs war es auch, ein Konzept für bezahlbaren Wohnraum zu erstellen“, sagt Frank Lubig. Von den 154 Wohnungen sind 121 öffentlich geförderte Mietwohnungen, die restlichen 33 freifinanziert. Je nach Einkommen zahlt man bei den 80 öffentlich geförderte Wohnungen 6 Euro je Quadratmeter Miete mit einem Wohnberechtigungsschein (WBS) A. Wer etwas mehr verdient, der bezahlt mit WBS B bei 41 Wohnungen einen Mietpreis von 6,80 Euro je Quadratmeter. Das trifft beispielsweise für eine Familie mit zwei Kindern und einem Jahres-Brutto-Einkommen von bis zu 76.000 Euro brutto zu. Eine Wohnung mit vier Zimmern und 90 Quadratmetern kostet so 612 Euro (kalt).

In den Mehrfamilienhäusern wird es vor allem kleinere Wohnungen geben. „Rund zwei Drittel werden Zwei-Zimmer-Wohnungen sein. Wir wissen, dass hier eine besonders hohe Nachfrage vorhanden ist“, sagt Frank Lubig. Die Wohnungen in den Erdgeschossen werden Mietergärten erhalten.

„Der Architektur-Wettbewerb hat sich jetzt schon sehr gelohnt, da neben der hohen städtebaulichen Qualität, auch eine hohe Wohnqualität gewährleistet werden wird“, sagt Frank Lubig.

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